Versendet am: 16.04.2026
Hallo Freund,
heute erhältst du von mir einen technisch ausgerichteten Einblick in das Thema lokale KI für den Einsatz auf dem eigenen Windows-PC. Seit einigen Wochen arbeite ich intensiv an einer eigenen Anwendung, mit der ich eine lokale KI-Umgebung auf meinem System betreibe und kontinuierlich weiterentwickle. Begleitend dazu habe ich vor Kurzem eine Podcast-Episode veröffentlicht, in der ich die grundlegenden Aspekte dieses Themas verständlich erläutere.
Ein zentraler Punkt beim Betrieb einer lokalen KI ist die zugrunde liegende Hardware. Für ein solides und performantes Arbeiten sollte dein System möglichst auf einem aktuellen technischen Stand sein. Die Leistungsfähigkeit der Hardware beeinflusst maßgeblich die Reaktionszeiten und die Qualität der Ausgaben.
Ergänzend dazu benötigst du lediglich passende Zusatzsoftware, um bereits vorhandene KI-Modelle lokal auszuführen. Eigene Modelle müssen dabei nicht entwickelt werden, da eine Vielzahl frei verfügbarer Modelle im Internet bereitsteht.
Für den Einstieg kommen beispielsweise Tools wie Ollama oder Alternativen wie LM Studio infrage. Diese ermöglichen es dir, unterschiedliche Modelle lokal zu laden und direkt zu nutzen. Auch wenn nicht alle dieser Lösungen vollständig barrierefrei sind, zeigen sie dennoch, wie zugänglich das Thema grundsätzlich geworden ist.
Wenn du tiefer in die Materie einsteigen möchtest, empfehle ich dir, meine aktuelle Podcast-Episode zu diesem Thema anzuhören. In einer kommenden Folge werde ich zudem mein eigenes Programm detailliert vorstellen, das speziell auf meine Anforderungen zugeschnitten ist.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf vollständiger Barrierefreiheit, sodass sich die Anwendung uneingeschränkt mit Screen Readern wie JAWS bedienen lässt.
Aktuell befinde ich mich noch mitten in der Weiterentwicklung. Neue Ideen zur Optimierung der Navigation und Funktionalität entstehen fortlaufend. Dieser Prozess ist bewusst offen gehalten, da Softwareentwicklung selten einen endgültigen Abschluss findet.
Inspiration hole ich mir unter anderem aus bestehenden Lösungen wie ChatGPT oder Google Gemini, deren Konzepte ich analysiere und für meine eigenen Anforderungen adaptiere.
Ein weiterer wichtiger Schritt steht ebenfalls bevor: Meine neue dedizierte Grafikkarte wird in Kürze eintreffen. Derzeit liegen die Reaktionszeiten meiner lokalen KI noch bei etwa zwei bis vier Minuten pro Anfrage. Mit der neuen GPU erwarte ich eine deutliche Beschleunigung auf wenige Sekunden, da die Modellberechnungen dann primär im Grafikspeicher stattfinden.
Neben diesem Projekt arbeite ich bereits an weiteren Anwendungen. Ein eigenes E-Mail-Programm ist bereits vorhanden und wird künftig so erweitert, dass es nahtlos mit meiner KI-Lösung zusammenarbeitet.
Darüber hinaus plane ich eine vollständige Überarbeitung meines Backup-Tools, das aktuell als PowerShell-Lösung verfügbar ist. Dieses wird zukünftig eine grafische Oberfläche erhalten und deutlich zugänglicher gestaltet sein.
Dein Feedback ist für mich dabei besonders wertvoll. Nur durch Rückmeldungen kann ich meine Programme gezielt weiterentwickeln und an reale Anforderungen anpassen.
Damit du eine klare Orientierung hast, hier die grundlegenden Mindestanforderungen für den Betrieb einer lokalen KI:
Auch ohne dedizierte Grafikkarte ist der Betrieb möglich, allerdings musst du mit deutlich längeren Reaktionszeiten rechnen. In diesem Fall erfolgen die Berechnungen vollständig über den Arbeitsspeicher und die CPU.
Mit einer GPU hingegen werden die Modelle direkt in den Grafikspeicher geladen, was die Verarbeitung erheblich beschleunigt.
Sollte ein Modell größer sein als der verfügbare VRAM, wird es zwischen Grafikspeicher und Arbeitsspeicher aufgeteilt. Dieses sogenannte Offloading ist zwar langsamer als eine vollständige Verarbeitung im VRAM, aber dennoch deutlich effizienter als eine rein CPU-basierte Ausführung.
In meinem eigenen System arbeite ich aktuell mit 64 GB Arbeitsspeicher und plane den Einsatz einer Grafikkarte mit 16 GB VRAM. Diese Kombination bietet bereits eine sehr solide Grundlage, lässt sich bei Bedarf jedoch noch weiter ausbauen.
Letztendlich hängt die optimale Konfiguration stark davon ab, welche Modelle du einsetzen möchtest. Es existieren Modelle mit wenigen Gigabyte Größe ebenso wie sehr große Varianten im zweistelligen Gigabyte-Bereich.
Je nach Anwendungsfall – ob Textverarbeitung, Programmierung oder Transkription – solltest du deine Auswahl entsprechend treffen.
Da das Training eigener Modelle erhebliche Ressourcen und tiefgehendes Fachwissen erfordert, setze ich bewusst auf bereits verfügbare Modelle. Mein Fokus liegt darauf, eine leistungsfähige, barrierefreie Umgebung zu schaffen, in der sich diese Modelle effizient nutzen lassen.
Ich empfehle dir, dir meine Podcast-Episode anzuhören, um einen strukturierten Einstieg zu erhalten. In den kommenden Wochen werde ich weitere Inhalte zu diesem Thema veröffentlichen und dir auch mein eigenes System im Detail vorstellen. die aktuelle Podcast Episode findest du auf allen gängigen Plattformen, hier der Link zu Apple Podcast zu der aktuellsten Episode: https://podcasts.apple.com/de/podcast/thaliruth-blind-durch-den-alltag/id1694004945?i=1000761087472
Viele Grüße
Thaliruth
Mario Dwuletzki (Thaliruth)
Betreiber von „Der Herr der Ringe Online (HdRO) Community“
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